Archiv für Mai 2009

Nur ein Post über Zensur

In einem Vortrag, den der preisgekrönte Journalist John Pilger 2007 hielt, zitierte er einen tschechischen Schriftsteller, den er noch vor der Wende besucht hatte. Jener hatte gesagt, in einer Diktatur habe man in einer Hinsicht etwas mehr Glück als in westlichen Demokratien (meine Übersetzung):

„Wir glauben nichts von dem, was wir in den Zeitungen lesen und nichts von dem, was wir im Fernsehen sehen, weil wir wissen, das sind nur Propaganda und Lügen. Anders als Ihr im Westen haben wir es gelernt, die Propaganda zu durchschauen und zwischen den Zeilen zu lesen. Im Unterschied zu Euch wissen wir, dass die wirkliche Wahrheit immer subversiv ist.“

Allen, die des englischen mächtig sind, möchte ich daher folgende vier Teile des Vortrags bei YouTube wärmstens empfehlen:
http://preview.tinyurl.com/lbh3n9 (Teil 1)
http://preview.tinyurl.com/nzttnq (Teil 2)
http://preview.tinyurl.com/lom4hs (Teil 3)
http://preview.tinyurl.com/lzn63d (Teil 4)

Zensur trifft immer diejenigen am härtesten, die nichts von ihr wissen oder wissen wollen.

Beethoven gratuliert mit Barenboim zum 60. „Geburtstag“ des Grundgesetzes

Horst again, hatte es kurz zuvor geheißen – immer noch keine Bundespräsidentin.

Es war eine Feierstunde großen Ausmaßes in Berlin, als über 600.000 BesucherInnen den Pariser Platz und Umgebung füllten, während in einem der Glaspavillions beim Brandenburger Tor Barenboim dirigierte. Barenboim, eine Persönlichkeit die durch Mut und Besonnenheit Kultur zur Völkerverständigung einsetzt, darüber hinaus eine Koryphäe seiner Disziplin.

Auf dem Fernsehschirm sah das alles ganz ruhig und andächtig aus. Leute standen zwischen den Absperrungen, standen da, lauschten, wie vom Blitz getroffen. Niemand bewegte sich (es sei denn zum Ortswechsel), Teilnahme durch Stille, Zuhören, Disziplin – so wie wir (?) es in der Schule gelernt haben. Verstehen die Deutschen nicht nur ihre Dichter nicht, sondern auch nicht ihre Komponisten? Die Neunte ist meiner Meinung nach eines der leidenschaftlichsten und luftigsten Werke, die aus deutscher Feder stammen können (außer Mozart). Und dennoch – die Menge steht wie angewurzelt.

Das ZDF (denkt bitte nicht, ich sei live dort gewesen!) war leider nicht so schlau, beim Schlusschor in die Menge zu zoomen, die Leute zu zeigen die mitsingen (in Japan hätt’s das nicht gegeben – wenn man da die Neunte spielt und der Schlusschor ertönt, springen signifikante Anteile des Publikums auf und stimmen mit ein; ein Gotthold Ephraim Lessing hätte bestimmt seine Freude daran die deutsche Aufrechterhaltung der vierten Wand angesichts der Aufführung einer Sinfonie zu studieren…!). Hat jemand mitgesungen? Wer nicht dort war wird es wohl nie erfahren.

Was wäre das für ein Fanfest für das Grundgesetz geworden, hätte auch nur ein Bruchteil derer, die sich bei den letzten beiden Bundes-Fußballfeiern mit schwarz-rot-gold zu schmücken bewogen fühlen, das an diesem Tage getan! Hätten doch nur einige sich mit der Farbe zur Verfassung bekannt…! Doch es wird wohl markenrechtliche Gründe seitens Bertelsmann haben: Die Farben werden nur für marktpolitisch Opportunes verwendet (was wir für Konsum-Hochs hatten, während der Fußball-Flaggenschwenkerei – die Merkel durfte das glatt Aufschwung nennen; und das ist doch schön, oder, wenn man in seiner Amtszeit als Bundeskanzlerin so etwas über das eigene Land verkünden darf…?), und nicht für echtes Bekenntnis zu Menschen- und Bürgerrechten.

Deutschland, dein Stolz ist wohlfeil und billig, wenn Du ihn dir von PR-Kampagnen so billig abkaufen lässt! Büchner und Heine rotieren bestimmt in ihren Gräbern.

Was wurde gefeiert? Feierten Horst, Angela, Guido, Roland und Alice sich und ihre PartnerInnen, sofern mitgebracht? Feierten sie die Grundrechte, die zu beschneiden sich diverse Ministerien gerade zu bemühen scheinen? Ist es der Schock, den die Medien ständig produzieren und in der Menge, in der Masse, früher hätte man vielleicht gesagt im Volke, ständig reproduzieren?

Während im Reichstag Prof. Horst Köhler wiedergewählt wurde, waren Flashmob-AktivistInnen unterwegs, um das Grundgesetz in Ehren und hochzuhalten, um Menschen zu sensiblisieren für die Rechte die sie haben aber viel zu wenig in Anspruch nehmen – die Rechte, die sich Überlebende des zweiten Weltkrieges nur deshalb von den Alliierten wünschen konnten, weil die widerlichste Phase deutscher Verführbarkeit mit großem Opfer überwunden war – weil niemand mehr daran verdient hätte, auch nur eine weiter Bombe auf Deutschland zu werfen, weil niemand daran verdient hätte, wenn Deutschland eine weitere Bombe geworfen hätte.

60 Jahre, Donnerwetter. Fünf Jahre noch, denken sich da vielleicht einige Zyniker in Organisationen mit B, dann schicken wir mit Köhler auch das Grundgesetz in Rente und machen’s wie die Kollegen damals in Argentinien. Aber halt – das geht ja nicht! Das geht ja erst ab 67…

Lasst uns auf Holz klopfen, dass alles gut wird, dass wieder demokratischer gesinnte Regierungen durch den Wähler zur Machtergreifung genötigt werden und dass der Frieden in Europa noch ein wenig hält – wenigstens noch bis Peak Oil. Oder Peak Kilowatt? oder Peak Oxygen…?

Horst…?!

Horst Köhler ist schon wieder Bundespräsident – warum?

Kann er noch mehr als vom Teleprompter ablesen und hier und da seine Frau grüßen? Offenstichtlich ja. Der Großteil dessen, was er im Interview mit Deppendorf und wie-heißt-noch-gleich-der-andere geäußert hat waren geschickte situationale Reframings dessen, was man ihm an Fragen entgegenwarf.

Manche würden vielleicht behaupten, dass es genau das ist, wozu ein Bundespräsident da ist: In ständiger Abwägung der Interessen aller etwas abzusondern, was alle (jawohl, alle!) für sich als eingängige Wahrheit verstehen wollen – Pacing³, sozusagen; und die gepaceten machen den Job alleine, denn sie gehen ja davon aus, dass sie mit-gemeint sind, dass er nicht zu ihnen alleine spricht, dass das Gesagte ihre Interessen bestimmt mit berücksichtigt hat…

Was, wenn es anderes herum wäre? Was, wenn alle Zuhörenden davon ausgingen, dass der Bundespräsident gerade das gesagt hat, was ihren eigenen Interessen diametral zuwiderläuft? Ganz einfach: Sie würden sich ärgern, sich damit von seiner (positiven) Grundstimmung ausschließen und womöglich noch den Tag versauen – die aalglatte Form übertölpelt den schwammigen Inhalt.

Gesine Schwan, bitte nutzen Sie die Stärke Ihrer jetzt gewonnenen Position und treten Sie erneut an! Dadurch, dass Sie nicht gewählt wurden, wird man nun Ihren (kritischen?) Worten sicher gerne noch mehr Gehör schenken! Oder sollen wir uns nur von einem Banker durch den Kakao ziehen lassen, den einzuschenken er mit geholfen hat?

5 Jahre sind nicht die Welt. Aber 5 Jahre nur der HORST…?

Du Bist Terrorist

Erinnert sich überhaupt noch jemand an die marktliberale und nationalistische Marketingkampagne Du bist Deutschland aus dem Hause Bertelsmann? Jetzt hat jemand die Idee aufgegriffen, der während er den Inhalt erstellte ausnahmsweise nicht bei der Vernunft den Schalter auf „aus“ geschaltet hat, ein neues Video produziert.

Vorerst nur den Link, wenn ich Zeit, Muse und die technische Finesse aufbringen kann, binde ich es später auch gerne ein.

Viel Spaß beim Gucken und Weitersagen…!

http://www.dubistterrorist.de/

taHjaj wo‘ – wej ghogh

http://video.msn.com/video.aspx?mkt=xx-kl

DaHjaj, >>taHjaj qo‘< < bomtaH Qanqor HoD 'e' vIQoy 'e' wa'DIch 'eb vIlo'ta'. Hoch wej ghogh lo'taH Qanqor HoD 'e' muSeymoH!

wa' tlhIngan bom QaQqu' 'oH bomvam 'ej Hoghvam >>khemorex-klinzhai<< QI‘lopDaq, pe‘vIl lubomjaj botlh puH‘a‘ thlIngan!

bomvam bobommeH peqeq! ;-)

Gleiches Recht für alle?

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30299/1.html

Der obige Link führt zum Artikel, auf den ich mich beziehe.

Ein Aktivist wird vorgeführt. Martin Budich soll mit einem leicht umgestalteten Bomberman-Plakat zum Mitführen nicht erlaubter Gegenstände (ob damit Kalorienbomben, Explosivkörper oder etwas ganz anderes gemeint sind, bleibt im Dunkeln) aufgerufen und die später bei einer Demo aufgetretene aggressive Stimmung provoziert haben; gleiches wird ihm mit Bezug auf eine Darstellung von Emily the Strange vorgeworfen, die eine Schleuder in der Hand hält – auch die dürften ja auf Demos nicht mitgeführt werden…

Sagt mal, geht’s noch?!

Muss jetzt jeder, der irgendetwas bildlich darstellt, das entfernt an etwas erinnern könnte, das nicht auf einer Demo mitgeführt werden darf, mit einer solchen Inquisition rechnen? Lasst mich das mal verallgemeinern bitte.
– Sonic the Hedgehog auf einem Plakat: Der Aufruf zum unerlaubten Mitführen spitzer Gegenstände?
– Super Mario auf einem Plakat: Der Aufruf zum Unerlaubten Mitführen schwerer Gegenstände (i.e., Falzzange o.ä. Werkzeug)?
– MegaMan auf einem Plakat: Der Aufruf zur unerlaubten Amputation eines Unterarms und Ersatz durch einen Granatwerfer?
– Tetris… : … Pflastersteine?

Ich befürchte, dass derart freies, wildes Assoziieren auch zu so einem Konstrukt wie bei den Bochumer Justizbehörden führen kann, vernünftige Recherche und Augenmaß hingegen scheinen hier nicht infrage zu kommen.

Eigentlich ist es schon skandalös, wenn Staatsorgane engagierten BürgerInnen, die die allenthalben (in Wahljahren?) gern geforderte Zivilcourage dann tatsächlich auch zeigen, Knüppel zwischen die Beine schmeißt – aber unter den engagierten BürgerInnen gibt es ja auch schließlich keine V-Männer, die vor Enttarnung oder vor dem Bloßstellen als Rädelsführer geschützt werden müssen…

s. hierzu auch:
http://blog.fefe.de/?ts=b759e116 und
http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama198.html

Nachdem ich den Panorama-Beitrag (s. zweiter Link) gesehen hatte, dämmerte mir erstmal, was für Mengen an Steuergeldern über den Umweg V-Leute in die Kassen der Nao-Nazis gespült werden – es ist vermutlich nicht falsch zu sagen, dass der Beitrag des Verfassungsschutzes zum Fortbestand der NPD sich inzwischen substantiellen Größen nähert (das StarTrek-Problem der Zeitreise stellt sich in diesem Falle neu: Wenn es niemals V-Leute in der NPD gegeben hätte, wäre Deutschland dann inzwischen von diesem Ärgernis befreit? Doch es gibt leider keinen chronologischen Doppelblindversuch, um das zu überprüfen…!).

Falls jemand noch mehr Links zu dem Thema findet, gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag hinterlassen.

Im Gegensatz zu manchen Nazis darf man bei den GegendemonstrantInnen davon ausgehen, dass sie besser unterscheiden können zwischen dem Inhalt eines Plakats und den Dingen, die sie nachher tatsächlich auf eine Demo mitbringen.

Der Spruch „Deutsche Polizisten schützen die Faschisten“ mag im Einzelnen unzutreffend sein, nur unangenehm über die Lippen derer gehen, die an eine intakte Demokratie in Deutschland noch zu glauben geneigt sind. Aber ich kann diejenigen verstehen, denen der Spruch inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen ist und dazu beiträgt, dass die Wut über das Verhältnis zwischen Nazis und der BRD wächst (ob Alt- oder Neo-Nazis macht auch für mich aufgrund der Entstehungsgeschichte der NPD keinen entscheideneden Unterschied).

Es darf einfach nicht soweit kommen, dass sich Justiz und Staatsorgane mehr und mehr gebärden, als wären sie die spanische Inquisition und sich hierbei auf diejenigen stürzen, die eben gerade greifbar sind (*hint* Nazis eher nicht…)! Hier und da gibt es sicher erfreuliche Ausnahmen, bei denen Polizei, Justiz und Ämter präventiv gegen Nazitum und -Aufmärsche vorgehen, aber besser wäre mehr

Und überhaupt, ich warte immer noch auf eine gemeinnützige Initiative der deutschen Wirtschaft gegen Nazitum – warum habe ich so etwas noch nie erlebt? Wo bleibt das Bekenntnis der Kapitalisten zur Demokratie, derselben Kapitalisten, die gerne Demokratie und Kapitalismus im selben Atemzug nennen? Eine Antifaschistische Stiftung, gegründet von Demokratiefreunden aus deutschen Konzernen:
– Antifa-Ackermann
– Widerstands-Wiedeking
– Protest-Piech
– …?

Hach, man darf ja wohl noch träumen, oder…? :-D
Bomberman (USK ab 6 Jahre (?)) jedenfalls ist kein Provokateur!

Zensursula!






Den Original-Code gibt’s auf http://vdl.odem.org/, und schon habt auch Ihr die Ministerin auf Eurer Seite – Ihr wisst schon, wie’s gemeint ist… ;-)

Update: Hab die Laien mal abgeschaltet. Zu speziellen Anlässen wird sie hier wieder erscheinen…

Ford & Hitler

„Wenn Sie an Ford denken, denken Sie an Baseball und Apfelkuchen. Sie denken nicht daran, dass Hitler ein Porträt von Henry Ford in seinem Arbeitszimmer hängen hatte.“
--Miriam Kleinman

(gefunden auf: http://www.derfunke.de/content/view/346/57/ )

„When you think of Ford, you think of baseball and apple pie. You don‘t think of Hitler having a portrait of Henry Ford on his office wall in Munich.“
--Miriam Kleinman

(found at: http://www.washingtonpost.com/wp-srv/national/daily/nov98/nazicars30.htm )

Schon gewechselt? Episode 001

Gerade hat eine Haustürakquisiteurin von Eprimo bei uns geklingelt. Eprimo? frage ich. Gehört zu RWE, erfahre ich. Ich sei doch schon Kunde bei Eprimo? werde ich gefragt. Hoffentlich? fügt sie etwas kleinlauter hinzu.

Ihr Opener war recht eingängig: Es ginge um unsere Strompreise, sie komme von Eprimo – dadurch wird der Frame erzeugt, es gäbe schon eine (vertragliche) Beziehung. Innerhalb dieses Frames tritt natürlich eine kognitive Dissonanz bei der/dem Angesprochenen auf (mit Absicht) und der Rest des Gespräches zielt darauf, diese zu beseitigen.

Die kognitive Dissonanz besteht darin, dass der/die Angesprochene zu Recht davon ausgeht, es besteht kein Verhältnis zum/zur AkquisiteurIn, jeneR aber durch kongruenzgeschulte Kommunikationstechnik den stärkeren Frame bereitstellt, auf den sich der/die Angesprochene mehr und mehr einzulassen geneigt fühlt – Kongruenz ist ein sehr mächtiges Mittel.

Ich habe mich kurz mit der jungen Frau unterhalten, über korporative Organisationsformen und warum kommunaler Besitz bei Energieunternehmen immer der absoluten Dualität Kapitalbesitzer versus Kunde (wie beim Konzern RWE, der Eprimo als Vermarktungslabel nutzt) vorzuziehen ist – da wurde ihr Gesicht etwas trancig und ich sagte noch, dass diese Dualität ja schon lange nicht mehr zeitgemäß ist. Wer Kongruenz als Arbeitsmittel einsetzt, öffnet sich damit auch gegenüber Suggestionen und muss aufpassen, nicht sein psycho-integritäres Hab und Gut zu verlieren. Kommunal kontrollierte Stromerzeuger sind moralisch überlegen.

Vielleicht hat jetzt auch die junge Frau von vorhin gelernt, dass mit Kongruenz nicht zu spaßen ist. Nach Erfolgsprämien bezahlte PrekarianerInnen wie sie sind es häufig, die es am wenigsten merken, wie man ihnen den Kakao auch noch zum Trinken vorsetzt, durch den sie sich bereitwillig ziehen lassen.

Warum eigentlich Twitter?

Vor einigen Wochen bin ich, nicht zum ersten mal, über Twitter „gestolpert worden“. Über blog.fefe.de wurde mir im Rahmen der Berichterstattung über Wikileaks verdeutlicht, dass für manche Nutzer Twitter eine unersetzliches Werkzeug zum Aufmerksamkeitsmanagement geworden zu sein scheint.

Wenn man den Strom des kollektiven, in Branen (aus der Physik entliehener Begriff) aufgeteilten Internet metaphorisch als Bergbach erfasst, wäre in meinen Augen Twitter eine Ansammlung von Strudeln oder Wirbeln: Die Aufmerksamkeit der Twitternden und deren Follower dreht sich im Kreis, während drum herum andere Teilmengen der Aufmerksamkeit weiter dem Meer zustreben (was dieses Meer darstellt, bin ich mir auch nicht ganz sicher).

Aufmerksamkeit sammelt sich also in solchen Twitter-Strudeln oder -Wirbeln, nur um sich aus dem Strom zu speisen und sich wieder in denselben zu ergießen. Ich stelle mir manchmal die Frage: Verändern diese Strudel den Strom oder bremsen sie ihn nur aus? Und ist es wiederum eine dieser Verwirbelungen der Aufmerksamkeit, dass ich jetzt diesen Text verfasse und Du/Sie (wer auch immer) ihn liest?

5 Points about the new Star Trek movie

#1 Sabotage

I love this song – it’s one of the few rock songs from my youth (I‘m in the middle of my twenties now) I really dig. So it’s about time that this piece takes over control when I think „Oh wait a sec, that’s what I‘ve seen in the trailer already, haven‘t I?“ and accompanies a near-youth’s rebellion in an adequate way.
Wouldn‘t it have been even better, if the song would have been completely „on-screen“ (instead of off accompanyment), i.e., if it had grown more and more silent with the Corvette (if I‘m not mistaken with the model) falling down towards its bitter crash on the rocky ground? Kirk switches it on, why isn‘t he responsible for its falling back to silence? (Why did they only make it background music?)

#2 Tattoos, gas guzzlers and the bad mouth of real gangstas from da hood

Did anyone else get the impression, that the „new“ so-called Romulans have a faint resemblance to gangster rappers? Three reasons:
1. They wear tattoos in the middle of their face (like Mike Tyson, but that’s another, while not unrelated, story)
2. Their „drilling“ device looks rather like a fuel hose for a very thirsty Humvee (btw, how much energy does a time machine consume and what is its carbon footprint?) and
3. They have no sense whatsoever for protocol (they say „Hello“ instead of „this is Commander Blabla-ruk from the Imperial Romulan Warbird Yadda-Bla-rnik“ and use easy-to-unscrew NLP methods (instead of sound reasoning) to „convince“ their victims of the merits of surrender at gunpoint.

#3 The Theme

Yes – from the beginning on, as soon as we see the U.S.S. Kelvin, there’s music. But it is not the Star Trek theme nor anything remotely close to it – it’s an arbitrary SF movie theme (yet – hold on a minute. Fans are not entirely deprived of what they know. I promise…!). So it’s quite an anchor to, at least, recognize the technical sounds on the bridge: They make you feel remotely at home.

#4 Red Matter

How lousily lame would a metaphor be, that used „red matter“ as a synonym for blood (especially, non-Romulan and non-Vulcan blood)? Within the Star Trek context, I never heard anything about „red matter“ or „Red Matter“ – nil, nought and zero. So, blood is the first metaphorical meaning I can think of.

Thus, we have villains that one *could* associate with blood. Many villains in narratives are vampires. Now – are the „new“ so-called Romulans Hip Hop vampires? Well, if, in #2 they qualify as (at least partly) gangster rappers and they continue to deal with „red matter“, how far-fetched could it be to say, this movie is (partly and only in terms of cultural masquerade) about Hip Hop Vampires?

#5 The movie knows that it does not belong

The movie is full to the brim with allusions to circumstances only known to fans. The parachuting sequence for instance – did anybody other than me notice the three jumper’s suits‘ and chutes‘ colors? If so, did you also pay attention to what’s happening to each of them? *hint-hint*

In a scorcher I read one day before watching the movie, I read something to the amount of „missing fürni“ or „missing IKEA stuff“, which all the viewers were used to know from TOS (and maybe, to some extend, from TNG). But in my view, it does not do the work a great deal of harm.

What I found a little more irritating is the cast for Uhura, Chekov and Scotty – as I watched the (magnificiently-done!) German dub version, it was more the looks and less the voices that disturbed me. Moreover, was the „racial factor“ the only tidbit of the equation taken into account when casting for Uhura, Chekov and Sulu? However, the IMHO (three) most central figures were bestowed with faces well fit for their roles.

In some way, this is not Star Trek, and in some way it is. As it’s past 3am CET now and I‘m just home from the performance (and an after-show glass of marvellous Blood Wine in Sixtina, the famous Leipzig absinthery) I cannot but fail to come to a definite conclusion about this – as of now, it’s an immensely rich movie and I hardly ever enjoyed it so much to be proven the tolerable digressiveness of a scorcher.

Qapla‘!

Hoch qo‘ vIvan! (en)

Greetings to everyone who is, for whatever reason, reading this.

Just why is it First of May, when I establish this blog? On the one hand, because it is the first day since (perceived) three months without any labor or responsibilities alike – I Have the time.

On the other hand, I would like to be with any of the demonstrations moving towards Südplatz, but for some reason can‘t make up my mind (yet) in favor of jumping into boots at these temperatures. And demonstrating wearing flip-flops?!
*clearthroat*

What is this blog going to be about? Basically, I am very reluctant to restrict that in any way. But experience teaches me that an automatical selection in terms of topics &c. effects in the moment you are writing, anyway – so, this blog is going to be about everything not dismissed, everything that has succeeded in passing all of the following bottlenecks:

- cognitive genesis of the idea
- actualization as language
- access to my blogsport-account
- concentration for sticking with the topic and
- Get Moving!

Any way, information emerges by establishing differences – welcome!

It may happen that I feel prone to rewrite posts in German. Doing this, neither the rules of word-by-word translation nor exact semantical equivalence will conquer what I‘m doing – semantic differences may arise according to my biases about users of either (or, any) language (by the way, consciously gendered language is recommended here, but not an obligation).

Concerning Klingon (and maybe further languages of a comparatively narrow speaker base, as compared to English(-es) or my native German(-s)) – once in a while posts in those languages may occur.

Comments? Are generally highly appreciated – my right to arbitrarily deleting any of them without justifying myself stays ontouched.

So, once again in English rather than in Klingon (cf. title):

Hello World!

Hoch qo‘ vIvan!

Grüße an alle, die aus welchem Grund auch immer das hier lesen.

Warum mache ich gerade am ersten Mai einen Blog auf? Zum einen, weil heute der erste Tag seit (gefühlt) drei Monaten ohne Arbeit und ähnliche Verpflichtungen für mich ist – ich habe Zeit.

Zum anderen wäre ich gerne auf einer der Demos, die gerade Richtung Südplatz ziehen, kann mich aber irgendwie (noch) nicht aufraffen, bei der Wärme in Stiefel zu steigen. Und zur Demo mit Flops?! *räusper*

Worum soll es in diesem Blog gehen? Grundsätzlich widerstrebt es mir, das irgendwie einzuschränken. Andererseits zeigt mir die Erfahrung, dass durch das was man schreibt eine automatische thematische Auswahl bereits erfolgt – es soll in diesem Blog also um alles gehen, was nicht verworfen wurde, all das, was folgende Flaschenhälse überlebt hat:

– kognitive Genese
– sprachliche Konkretisierung
– Zugang zu meinem Blogsport-Account
– Konzentration auf das Thema und
Get Moving!

So oder so, Information entsteht durch Unterschiedsbildung – willkommen!

Es kann vorkommen, dass ich mich bemüßigt fühle, Beiträge auf Englisch noch einmal zu verfassen. Dabei werde ich mich bewusst nicht an der Regel versklaven, wortgetreu oder auch nur exakt inhaltswahrend zu übersetzen – semantische Unterschiede ergeben sich mitunter aus meinen Vorurteilen über die NutzerInnen der jeweiligen Sprache (ach ja, hier wird, empfohlen aber nicht verpflichtend, gegendert – ich drehe aber niemandem einen Strick daraus, wenn er/sie es unterlässt).

Was Klingonisch (und vielleicht noch weitere Sprachen geringer Verbreitung – im Vergleich zu Englisch oder Deutsch) betrifft, hin und wieder wird es hier auch Einträge in dieser Sprache geben.

Kommentare? Sind herzlich willkommen – jegliches Recht, etwas ohne Begründung zu löschen behalte ich mir trotzdem vor.

Nochmal auf Deutsch statt wie im Titel Klingonisch:

Hallo Welt!




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